Sabine Eschbach: Seerauchen (Lesung)

Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten ist Anderssein gefährlich – lebensgefährlich. Und Josef ist anders. Geräusche und Stimmen füllen seinen Kopf mit Farben, kleinste Veränderungen in seinem Alltag verunsichern ihn; erst mit sieben Jahren spricht er sein erstes Wort. In einem Dorf am deutschen Bodenseeufer führen Josef und seine Mutter Martha ein karges Bauernleben am Rande der Dorfgemeinschaft. Als Josef endlich zur Schule gehen darf, scheint sich sein sehnlichster Wunsch zu erfüllen: Dazugehören. Unter der fördernden Obhut des Lehrers entfaltet er seine besonderen Begabungen. Über die Jahre jedoch macht sich die NS-Diktatur auch in seinem entlegenen Dorf bemerkbar, und das Gift der Propaganda beginnt zu wirken …
Die Autorin Sabine Eschbach wuchs am Bodensee auf und lebt im Schwarzwald. Sie machte eine Ausbildung zur Pflegehelferin und studierte Biologie an der Universität Freiburg. Nach der Erziehung dreier Kinder wurde sie 2017 für den ersten Jahrgang der Montségur-Autoren-Akademie ausgewählt.
Ausgezeichnet mit dem Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg
Auf der Shortlist für den Anna-Haag-Preis 2025
Foto: © Dörlemann-Verlag
Eintritt: VVK 10/AK 12/erm. 5 €